Archiv für die Kategorie 'Die Netzdetektive'

Climate-Gate?

Dienstag, 8. Dezember 2009, um 00:57 Uhr

Was wäre die Welt ohne Verschwörungstheorien? Das Kinoprogramm hält Woche für Woche Blockbuster bereit, in denen irgendwelche Regierungsorganisationen (meistens der USA) im Auftrag oder zumindest mit Duldung von oben etwas gegen die eigene Bevölkerung im Schilde führen. Mitunter sind sogar Aliens im Spiel, so wie gestern abend im Blockbuster “Die Vergessenen”. Verschwörungstheorien sind das Salz in der täglichen Buchstabensuppe der Misstrauischen, die sich mächtigen Apparaten ausgeliefert wissen. Der globale Wissenschaftsbetrieb ist auch so ein mächtiger Apparat. Und er hat eine mächtige Idee: den Klimawandel. Wegen dieser Idee hat heute der UN-Klimagipfel in Kopenhagen begonnen, auf dem eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll ausgehandelt werden soll. Sonst, so die Befürchtungen, wird die Erde in relativ naher Zukunft ein ziemlich unwirtlicher Felsbrocken in der Weite des Universums sein. Jedenfalls wenn es nicht gelingt, den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen.  weiterlesen »

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von Bronski

So schnell wie möglich abschaffen!

Donnerstag, 26. Februar 2009, um 18:02 Uhr

Die Atomkraft scheint einer Renaissance entgegenzusehen. Rund um den Globus sind derzeit etliche Neubauten von Akws zumindest angedacht. Ob sie auch realisiert werden, steht auf einem anderen Blatt. Doch die Debatte um die Atomkraft, die nach dem rot-grünen Ausstieg erlahmt schien, gewinnt jedenfalls wieder an Fahrt. Die Meinung der FR-Leserinnen und -Leser zu diesem Thema ist eindeutig. So schreibt mit Wolfgang Kunz aus Karlsruhe;

“Die Nachrichten zum Thema Energiepolitik sind nicht dazu angetan, große Hoffnungen hinsichtlich des zukünftigen Umgangs des Menschen mit diesem wundervollen Planeten zu wecken. Da reist der französische Präsident durch den nordafrikanischen und asiatischen Sonnengürtel, in dem jeder Staat für sich allein die gesamte übrige Welt per Sonnenenergie mit allem nötigen Strom versorgen könnte, verschont auch die EU-Länder nicht, wie zuletzt Italien, und ist fleißig bemüht, Geschäfte für die französische Atomindustrie abzuschließen. Nachdem das eigene Land mit dieser Technologie überreich ‘gesegnet’ ist, fällt der französischen Atomindustrie, um unter allen Umständen im Geschäft zu bleiben, nichts Besseres ein als der Export in Länder, in denen an dieser Technologie nun wirklich kein Bedarf besteht. weiterlesen »

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von Bronski

Ärger mit der Arge (2)

Donnerstag, 29. Januar 2009, um 03:39 Uhr

Im Bronski-Blog kommt heute mal 2 nach 3. Das liegt daran, dass das Thema im ursprünglich als Arge-2 gesetzten Thread verfehlt wurde. Da wird mittlerweile über Feinheiten der Hartz-IV-Gesetzgebung diskutiert. Okay, das ist zweifellos interessant. Mir liegt aber am Sammeln von Material über Erfahrungen von Hartz-IV-Empfängern/-innen mit den Arges. Daher an dieser Stelle noch einmal Mandys Erfahrungsbericht:

“Meine Fallmanagerin ist bei mir für nichts zuständig, ständig verweist sie mich an andere Mitarbeiter, bearbeitet meine Anfragen und meine Anliegen nicht und reicht auch keine an die entsprechende Stelle weiter, zudem wird mir ein Vermögen zur Altersvorsorge im Wert von 1008,03 Euro vorgeworfen, was ich gar nicht besitze (auch noch nie solch einen Betrag besaß und mir nicht nachweisbar sein dürfte), und nun soll ich die fehlenden Unterlagen vorlegen, die nicht existieren. weiterlesen »

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von Bronski

Ärger mit der Arge (3)

Dienstag, 27. Januar 2009, um 22:56 Uhr

Erneut häufen sich die Beschwerden über die Arbeitsweise der Arges. Die FR berichtete kürzlich über zu viele Verfahren gegen Hartz IV. Hier soll nun aber nicht die Rede von Aufstockern oder von Urteilen gegen das offensichtlich schlecht gemachte Gesetz sein, sondern ich möchte Hartz-IV-Empfänger einladen, ihre Erfahrungen mit den Arges zu schildern. Den Anfang macht Mandy, die mir dieser Tage eine Beschwerdemail schickte, weil sie sich nicht mehr zu helfen wusste. Viel helfen kann ich natürlich auch nicht, aber wir können hier mal Fälle von Behördenwillkür zusammentragen. Vielleicht reicht es dann für eine Veröffentlichung in der FR. - Mandy schreibt: weiterlesen »

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von Bronski

Der neunte November

Freitag, 7. November 2008, um 14:48 Uhr

Erinnert ihr euch noch an die Debatten um das Datum unseres Nationalfeiertags? Es gab damals vor seiner Einführung viele Stimmen, die forderten, den Feiertag auf den 9. November zu legen, ein Datum, an dem sich einiges ballt, was für die deutsche Geschichte bedeutsam ist. Gegenargument war vor allem, dass an diesem Tag manches geschah, was nicht gerade Anlass zum Feiern gibt. Argument hiergegen: Dann gebt uns nicht nur einen Feier-, sondern gleichzeitig auch einen Gedenktag. Doch wir bekamen den 3. Oktober. - Die Wiederkehr des 9. November war für FR-Leserin Heide BaschĂ© aus Frankfurt Anlass, mir eine Aufstellung der Ereignisse des 9. November zu schicken.  weiterlesen »

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Unfehlbarer Literaturpapst

Dienstag, 14. Oktober 2008, um 14:15 Uhr

“Wer schreibt, provoziert.” Das ist eine Art Motto von Marcel Reich-Ranicki, den ich wohl nicht weiter vorstellen muss. Oder doch kein Motto - es ist vielmehr der Zeigefinger, den er da erhebt. Gegen andere. Für ihn selbst müsste das Motto wohl lauten: Wer redet, provoziert. Das hat er gerade wieder getan, bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises im ZDF. (Hier der Link zu Youtube - einmal nur die Rede selbst, hier die vorangegangene Laudatio durch Thomas Gottschalk.) Und zwar indem er Gottschalk (und das Publikum, das ihm vorher stehend applaudiert hatte) brüskierte: “Ich nehme diesen Preis nicht an. Ich gehöre nicht in diese Reihe.” weiterlesen »

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von Bronski

Alles tutti, Habanero!

Dienstag, 7. Oktober 2008, um 13:42 Uhr

Meine Großmutter war stets eine brave Frau. Sie legte Wert auf Sauberkeit im Haushalt, die Nachbarn und ihr Sparbuch, und immer, wenn sie dem Bronski-Bub eine Mark gab, sagte sie: Spar das schön, mein Junge! Ich erbte von ihr eine umfangreiche Plattensammlung, die zu ihr zu passen schien, enthielt sie doch viele Scheiben von Peter Kraus, Caterina Valente, Mina und anderen. “Tutti frutti”, “Spiel noch einmal das Lied, Habanero”, solche Sachen eben, die man kennt, die zum deutschen Liedgut gehören. Erst später lernte ich, nun nicht länger ein Bub, dass diese Künstler, die mir altbacken vorkamen, einmal die Identifikationsfiguren einer braven Rebellion waren, die Deutschland generationstechnisch gespalten hatte. Sie waren längst nicht so wild und unbezähmbar wie James Dean, das große amerikanische Idol, und trotzdem brachten sie die Elterngeneration gegen sich auf. weiterlesen »

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Störfall Atomenergie (2)

Freitag, 15. August 2008, um 16:13 Uhr

Wir hatten uns vor einer Weile hier schon einmal mit der von Teilen der deutschen Politik gewollten Renaissance der Atomenergie auseinandergesetzt. Ich möchte diese Diskussion nun noch einmal angehen, um zu einem gemeinsamen Text der Netz-Detektive zu kommen, der am 24. August veröffentlicht werden soll. Wir haben also etwas Zeit. Meines Erachtens sollten wir uns auf zwei Aspekte konzentrieren:

1. Energiesicherheit - das Hauptargument der Kernenergie-Befürworter. Ich erinnere mich an die Aussage des früheren Ministerpräsidenten Filbinger, dass, wenn das KKW Wyhl nicht gebaut würde, in Baden-Württemberg die Lichter ausgehen würden. Wyhl wurde verhindert, die Lichter brennen heute noch.

2. Zukunftssicherheit - das Hauptargument der Kernenergie-Gegner, abgesehen vom Risiko eines GAUs auch in Deutschland und Ergebnissen von Studien zur Häufung von Krebsfällen bei Kleinkindern im Umkreis von KKWs. Vor allem gibt es weltweit bisher kein einziges Endlager, in dem der strahlende Atommüll lange genug sicher gelagert werden könnte. Aktuell will Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Sicherheitsanforderungen für ein solches Endlager in Deutschland verschärfen: Atommüll müsse für mindestens eine Million Jahre lang sicher eingeschlossen sein, und die Aufbewahrungsbehälter sollen so stabil sein, dass die Abfälle mindestens 500 Jahre lang nicht austreten können. Hohe Hürden! weiterlesen »

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von Bronski

Uran im Trinkwasser - und was noch?

Montag, 11. August 2008, um 12:20 Uhr

Die Organisation Foodwatch hat eine Studie zur Belastung unseres Trinkwassers mit Uran veröffentlicht. Das Ergebnis: Trinkwasser enthalt in Deutschland vielfach mehr als 2 Mikrogramm des giftigen Schwermetalls Uran pro Liter (”g/l). Fast jeder achte der knapp 8.200 übermittelten Werte liegt darüber. Damit ist dieses Wasser nicht mehr für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet - weniger wegen der natürlichen Radioaktivität des Schwermetalls als vielmehr wegen seiner giftigen chemischen Eigenschaften. Es schädigt Niere und Leber. weiterlesen »

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von Bronski

Das Leben macht krank

Dienstag, 5. August 2008, um 15:24 Uhr

Es ist eigentlich nichts Neues: Das Leben ist nicht gesund. Man braucht nur vor die eigene Haustür zu gehen und kommt an dieser Binsenweisheit schon nicht mehr vorbei. Jedenfalls vor meiner Haustür nicht. Da dröhnt und dieselt der Verkehr, da werden Radler von Autos umgenietet und Fußgänger von Radlern, und einmal pro Stunde schrillen die Sirenen der Rettungswagen oder die Martinshörner von Polizei im Eileinsatz. Wieder ein Notfall, wieder ein Mord. Betritt man, nachdem man die halsbrecherische Radtour zur Arbeit unversehrt überstanden hat, die heiligen Hallen der Arbeit, umfängt einen sofort stressgesättigte Betriebsamkeit. Zeitdruck überall, und bloß keine Fehler machen! Hat man den Redaktionsschluss eingehalten, bleibt vielleicht gerade noch Zeit, ein paar Briefe an Leser zu schreiben oder Mails zu beantworten. Das Gewissen ist schwer angesichts zahlreicher Kontaktwünsche, die unberücksichtigt bleiben müssen. Und wenn man dann so gegen 20 Uhr nach Hause geht - wo das Blog der weiteren Überwachung harrt -, folgt schon der nächste Stress, denn jetzt soll man sich zielgerichtet entspannen. weiterlesen »

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