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Von Viktor Funk am 3. September 2007 | Abgelegt unter: Politik
Eigentlich müsste Wolfgang Schäuble (CDU) seinem Ministerium für die Aufregung um das Waffenrecht dankbar sein: Für einen kurzen Moment ward sein Trojaner vergessen. Aber eben nur einen kurzen Moment. Viele Leser sind von Schäubles Plänen für die Online-Überwachung immer noch stark bewegt. Manfred Stibaner aus Dreieich zum Beispiel, glaubt nicht, dass es bisher keine Durchsuchungen von privaten Computern gab. „Seit wann halten sich Verfassungsschützer an solche Auflagen? In der Vergangenheit haben sie bewiesen, dass sie auch Daten sammeln, die sie nichts angehen.“
Unabhängig davon, dass es wohl utopisch ist anzunehmen, eines Tages hätten die Staatsschützer eine Technik, die nicht auffindbar und rückverfolgbar wäre – der Missbrauch ist doch vorprogrammiert. Nach dem Motto: Heute sind bestimmte Daten vielleicht nicht wichtig morgen vielleicht schon.
Horrorvorstellung schlecht hin: Die Daten werden nach politischen Interessen gesammelt, je nachdem, wer an der Macht ist, bestimmt, über wen gesammelt wird. Diese Daten wären ein digitaler Schatz samt Einladung zur politischen Nutzung. Aber vielleicht müssen wir uns damit abfinden, dass im Zeitalter des Internets, wenn viele Menschen über sich im Netz sowieso mehr Infos hinterlassen als ihnen klar ist, der Erdenbürger ein transparentes Wesen ist. Ob da ein paar Trojaner mehr in meinem PC parken – who cares.
25 Kommentare
“der künstler kann die erleuchtung selbst nicht darstellen, aber er kann darstellen, dass es sie gibt”
Dokufoto der Performance “>Romea Hill<–” des Konzept-Künstlers
Karsten Neumann aus Bethang. Die Zufallskomposition dieser Performance
basiert auf der Rede des britischen Chefanklägers bei den Nürnberger
Prozessen, Sir Hartley Shawcross. Gelesen hat Neumann hierzu u.a.
Texte von Thomas Macho, Dagyab Rinpoche und Wim Wenders.
Bethang steht für Neumanns Stadtutopie zur Fusion der Städte NürnBErg, FürtTH und ErlANGen. Neumann - hier zu seiner Homepage - kreierte u.a. die Bethangske, eine Kalbsbratwurst.
Wenn viele Menschen (ja, der Autor sagt viele, nicht alle) über sich mehr Infos hinterlassen, als ihnen klar (und manchmal lieb) ist, dann reicht es ja, wenn dieses diffuse Wesen namens „Bundestrojaner“ nur auf deren Computern nach „abstrakt gefährlichen“ Begriffen sucht und all diejenigen, die ihre Privatsphäre schützen, in Ruhe lässt; das halte ich für einen fairen Kompromiss. Gegen diese Software spricht nun allerdings einiges:
• Der Trojaner verändert das zu untersuchende System, damit ist die forensische Integrität nicht mehr gegeben, es gibt keine gerichtsfesten Beweise.
• Die „Beigabe“ im Anhang von Behördenmails erschüttert nachhaltig das Vertrauen des Bürgers in den Staat und seine Institutionen.
• Jede Software – und damit auch der Bundestrojaner – hat Sicherheitslücken und Fehler (so genannte Bugs). Auch das beeinträchtigt die Gerichtsfestigkeit.
• Es kann praktisch (d.h. technisch) nicht sichergestellt werden, dass die Privatsphäre, der Kernbereich privater Lebensführung geschützt bleibt.
Weitere Ideen und Argumente dazu findet man, wenn man auf meinen Namen klickt.
Habe als bisher unbescholtener Bürger fest für mich beschlossen keinerlei elektronische Post von Behörden aller Art zu öffnen. Es ist schlichtweg eine Unverschämtheit, wie der Herr Innenminister die Bürger unseres Staates einschätzt. Terroristen werden ihm so sicher nicht auf den Leim gehen. Ich habe einfach keinen Bock mich vor diesem Herren und seinen Helfershelfern zu entkleiden!
Gezielt Daten sammeln und dann auch noch von Profis mithilfe von Trojanern halte ich sowieso für Utopie. Da müssen sie schon gewaltsam in die Wohnungen einbrechen und dann die Trojaner installieren
@ #3. Yi Shi
Genau dieses unbemerkte vorherige Eindringen und Ausspähen der Wohnung und Einspielen des Trojaners vor Ort ist in Schäubles Plänen mit vorgesehen.
Die Leute vom BKA/BND/MAD, etc. die wissen schon, wie man`s macht, zur “Not” auch ohne Gesetz und richterliche Anordnung.
Seien Sie beunruhigt.
Einerseits bin ich ja froh, daß mal ein wenig Druck auf die kriminelle Szene im Internet ausgeübt wird, ich bin es nämlich Leid, der bequeme Sichtschutz für diese Kerle zu sein.
Andererseits ist es völlig lächerlich, daß ein Innenminister sich ein Volk auf Bewährung schaffen will.
Um dieses Dilemme aufzulösen bitte ich die Kriminellen, zuverlässig die E-Mails des Innenministers zu öffnen und die Trojaner reinzulassen, wäre sonst echt unfair…
Kann mal einer sagen was “die Daten” sind? Und kann mal einer sagen wer das auswerten soll? Und wer soll denn in welche Wohnungen eindringen um was den zu tun? Wieviel Ahnung Politiker vom Internet haben kann man hier sehr deutlich sehen: http://www.youtube.com/watch?v=ANmWgzANKTE
na ja das war ja ein gutes timeing von Schäuble + co um mit der heutigen Horrormeldung noch etwas Druck ausüben zu können. Orwell ist überall, kommt nur darauf an wie man in verpackt und vermarktet.
@6:
Was unser Staatsfeind, ähhh Innenminister mit Daten meint, weiß wahrscheinlich nur er selbst. Vielleicht sind Urlaubsfotos interessant, vielleicht aber auch Anleitungen zur Strichnin-Gewinnung oder aber die Google-Suche nach lokalen Uran-Vorkommen.
Die Auswertung hingegen ist recht leicht, sofern man einen ausreichend schnellen Rechner hat. es gibt genügend Scriptsprachen, die exakt dazu geschaffen wurden, um aus großen Datenmengen bestimmte Inhalte möglichst schnell herauszufiltern (z.B. Perl), wenn auch bestimmt nicht, um vom Innenmini mibraucht zu werden.
MfG Jan
In einem Gespräch, das ich neulich mit einer Schulberaterin führen konnte, beklagte diese sich über manchen unsinnigen Datenschutz in Deutschland. So sei es nicht gestattet, dass die Erzieherinnen eines Kindergartens mit den Lehrerinnen der Grundschule über das künftige Erstklasskind sprechen dürften, außer: die Eltern stimmten schriftlich zu. Für die pädagogische Arbeit sei dies nicht sehr hilfreich.
In Finnland, dessen Schulsystem sie vor Ort kennengelernt habe, sei eine solche Datensperre undenkbar, weil die Eltern den Menschen, die von staatlicher Seite aus mit ihren Kindern arbeiteten, vollstes Vertrauen entgegenbrächten.
Vertrauen, ein Wort, mit dem in Deutschland im Zusammenhang mit Behörden wohl nichts mehr anzufangen ist.
Wie soll ich denn unseren Innenbehörden vertrauen, wenn sie noch nicht einmal genau wissen, was sie wie überwachen wollen? Es ist Fakt, dass jede Software Fehler enthält, auch der „Bundestrojaner“. Ich finde die Vorstellung, dass Kriminelle diese Software für ihre Zwecke hacken, nicht sehr behaglich.
@ #10. Robert B.
Entschuldigen Sie Robert, aber Ihr 4,5-Zeiler geht leider vollkommen am Thema vorbei:
1. wissen die Behörden “genau”, wen Sie überwachen wollen: Jeden der in das Fahndungsraster passt, das Seit Herold immer mehr verfeinert wird und irgendwann keinen mehr durchfallen läßt.
2) Dass jede Software Fehler enthält, ist den Fahndern egal, da sie hauptsächlich Ergenisse “für sie” hat, die sie nutzen können können.
3) Warum sollten Kriminelle den Trojaner nicht “hacken”, was hieße Ihn für sich zu nutzen. Kriminelle haben schon immer kriminell gehandelt.
Also: Was wollten Sie mit Ihren Zeilen eigentlich aussagen?
Hallo zusammen,
nachdem die einhellige Meinung eher negativ ist, haben wir auch unsere Meinung zum Thema Online-Durchsuchung.
Gruss, Rebecca
karla_m, vielleicht ist ihnen aufgefallen, dass ich in meinem Beitrag #10 ein Wort hervorgehoben habe, welches auch bakunix in #9 verwendet. Könnte es also nicht sein, dass ich nur und ausschließlich darauf antworten wollte?
Mein grundsätzlichen Bedenken und Argumente gegen den Bundestrojaner habe ich schon im ersten Kommentar IMHO schlüssig dargelegt.
Sie haben in Ihrem Kommentar #10 nicht einen sondern drei Begriffe hervorgehoben:
“Es ist “Fakt”, dass “jede Software Fehler” enthält, auch der „Bundestrojaner“. ”
Ihre Ausführungen dazu habe ich hinterfragt.
Wo habe ich Sie mißverstanden?
Ihr Ausführungen drücken für mich zwar eine Ablehnung des “Bundestrojaners” aus. Allerdings halte ich die Gründe, die Sie dazu anführen, für nicht verständlich/schlüssig, was ich Ihnen in #11 zu erklären versuchte.
Einfach ausgedrückt: Ihr Argumente gegen den Bundestrojaner sind nicht entscheidend im Begründungszusammenhang der Regierung. Oder anders ausgedrückt: Sie argumentieren nicht demokratietheoretisch sondern mit scheinbaren Sachargumenten, die für die Regierung entweder objektiv wirklich nicht, oder aus herrschaftlichem Interesse sowieso irrelevant sind.
Lasst doch Bundestrojaner los, ich baue mir meine eigene Linuxdistru auf CD, eine CD-RW für die Datensicherung in Laufwerk zwei und wenn ich was böses anstellen will, dann boote ich einfach mein Trojanerfreies Linux… Mit verschlüsselungssoftware und was man noch so alles braucht. Die Daten auf der CD-RW werden ebenfalls verschlüsselt. So kann ich meinen Rechner wirksam gegen andere abschotten.
Daraus folgt für mich, effektive Wirksamkeit wie bei der Schleierfahndung: Datenbergen gesammelt, Personen durchleuchtet, Ergebnis gleich Null… Selbiges Schiksal droht nun auch den Bundestrojaner, aber vielleicht freut sich die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. zukünftig bekommt jeder Verdächtige Urheberrechtsverletzter einen Trojaner auf den Hals gehetzt. Dann ist endlich schluss mit kopieren (dass kann der Trojaner eh am besten gleich mit verhindern).
@#15. Ingo Schäfer
Aber lieber herr Schäfer,
Sie werden doch nicht mit dem Satz
“vielleicht freut sich die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. zukünftig bekommt jeder Verdächtige Urheberrechtsverletzter einen Trojaner auf den Hals gehetzt.”
in bester Stamokap-Theorie intendieren, Schäuble sei nur (u.a.) ein Agent der herrschenden Musikindustrie, die wiederum das BKA einsetzt als 5. Kolonne zur Kontrolle der Wertktätigen, die sowieso nur noch von illegalen MP3-Downloads leben, bzw. davon abhängig süchtig sind?
Muss die Linke jetzt reformulieren: “MP3 ist das Opium des Volkes!”?
Gruß
karla_m
Also noch einmal:
• Die Online-Durchsuchung aka. „Bundestrojaner“ aka. „Remote Forensic Software“ verändert das zu durchsuchende System, damit ist es nicht mehr forensisch integer, damit sind eventuelle Beweise oder Indizien prinzipiell nutzlos. Außerdem lassen sich über Sicherheitslücken im Betriebssystems des Rechners sowie auch im Bundestrojaner scheinbare Beweise auf den Rechner bringen.
• Sollte die Schnüffelsoftware als „Beigabe“ im Anhang von Behördenmails verteilt werden, erschüttert dies nachhaltig das Vertrauen des Bürgers in den Staat und seine Institutionen, weil man im Grunde keiner Email von irgend einer staatlichen Stelle noch vertrauen kann. „Vertrauen ist der Anfang von allem“, auch in der Demokratie. Und wie die FR heute berichtet, gibt es Bauernfänger da draußen, die gezielt Leute ansprechen, die das Vertrauen in die Demokratie verloren haben.
• Schließlich und endlich kann praktisch (d.h. technisch) nicht sichergestellt werden, dass die Privatsphäre, der Kernbereich privater Lebensführung vor dem Bundestrojaner geschützt bleibt. Auf einer Computerfestplatte gibt es nun einmal kein abgetrenntes Schlafzimmer.
@ 17. Robert B.
Lieber her B.
im Interesse der Blog-Community möchte ich Sie bitten sich hier nicht immer nur zu wiederholen (#1, #10 #17 sind inhaltlich identisch), noch dazu mit Argumenten, die die Bundestrojanerzüchter offensichtlich nicht im Mindestens interessieren und die Sie auf z.B. meinen Nachfragen hin auch nicht weiter diskutieren oder entwicklen.
Denn bitte beachten Sie: Der Bronski-Sekretär Viktor Funk hat uns alle ermahnt, nur ständig sich weiter entwickelnd, sich nicht wiederholend, nicht gar neben dem Thema schreibend, sich hier zu äußern.
Da niemand weiß, was die untere Zensurbehörde gerade passieren läßt und was nicht, muss man sehr, sehr vorsichtig sein. Bald ist Bronski sogar persönlich zurück, und dann … ?????
Das war nicht gegen Sie gerichtet, sondern für uns alle. - Ich möchte doch noch eine Antwort von Herrn Schäfer auf meine Frage aus #16 an ihn, bevor hier auch der Hammer fällt.
Danke
Gruß
karla_m
liebe karla,
nein ich wollte keines Wegs im Sinne des StaMoKap argumentieren, da
1) der StaMoKap auch Ansprüche an die Kapitalisten stellte (vollbeschäftigung etc) die heutige realexistierende Kapitalismusvariante bekommt die Wünsche kostengünstiger erfüllt.
2) und das wäre der eigneltiche Punkt, ich meinte lediglich, dass einerseits die IP-Adresse nicht mehr gänzlich verfizierbar die wahre Identität liefert und andererseits die Musikindustrie nur mit Trojanern in die Lage versetzt wäre, nachzuweisen, wie viel Schaden eine Person durch wie häufiges tauschen und abspielen der entsprecheden Datei verursacht hätte und so erstmals Aussicht auf Erfolg vor Gericht hätte, denn bisher scheut sie Urteile, da der zivilrechtliche Nachweis des entstandenen Schadens faktisch nicht beweisfähig ist. Durch vollkontrolle wäre dies ein leichtes. (Jetzt gehts doch wieder richtung StaMoKap ;))
Liebe karla_m, dann stellen sie doch bitte ihre Fragen so, dass ersichtlich wird, in welcher Richtung ich weiter ausholen soll.
P.S.: Zu Bronski habe ich übrigens ein recht gutes Verhältnis.
@karla
zumindest punkt eins (froensische Beweissicherung) da hat Robert Recht, dies untergräbt ganz akut die gerichtliche Verwendbarkeit der Daten. Dies ist aber für den (und deswegen geht Robert fehl) Ermittlungsgrund und die Verfolgungsbehörden irrevelevant, da sie ja die Terrorzellen aufdecken und festnehemen wollen, spekulieren sie darauf Beweismaterial unabhängig von der Festplatte zu bekommen. diese wäre allerdings bei eine späteren hausdurchsuchung nicht mehr rechtswirksam verwendbar, da sie von außen manipuliert wurde und die Daten damit nicht mehr dem Eigner allein zuzuordnen sind.
interessant würfte es werden, wenn die eine Behörde eine Hausdurchsuchung macht und die andere die HD manipulierte, dann ergibt sich eine Sitaution, ähnlich wie der Versuch des NPD Verbots, da waren die “Datenbestände” auch durch externe (V-Leute) manipuliert und daher vor Gericht nicht mehr verwendbar.
@ #20. Robert B.
Lieber Robert, meinen Frage(n) an Sie sind eigentlich ganz einfach:
1. Glauben Sie wirklich, dass Schüble & Co nicht wissen, dass Sie mit Ihren Ideen den Boden unserer Verfassung verlassen, dass sie “Kollateralschäden” - und sei es nur die Verletzung des Datenschutzes - dabei billigend in Kauf nehmen?
2. Wissen Sie wirklich nicht, dass diesen Herrn für solche Dinge nichts zu schade und/oder zu teuer ist?
3) Glauben Sie wirklich, die Tatsache, dass wirkliche Kriminelle sich die BKA-Technik aneignen könnten, hinderte das BKA, diese Technik selbst zu nutzen und es immer ein wenig weiter fortentwickelt zu besitzen - wenn auch nur einen Schritt weiter - als die Konkurrenz? (Die Musikindustrie floriert auch, trotz geknacktem Kopierschutz).
4) Worauf wollen Sie mit Ihren Gedanken - unabhängig von meinen Fragen hinaus?
5)Und Außerdem: Wenn Sie zu Bronski ein gutes Verhältnis haben und so für die informationelle Freiheit sind, wie ich mir vorstellen könnte, dann legen Sie doch mal ein gutes Wort für die Blogfreiheit hier im FR-Blog bei ihm ein. Denn dass eine blinde, “automatische Blogprigrammsperre” hier eine Zensur ausübt, müssen Sie doch, wenn ich Sie recht verstehe, genauso ablehnen, wie die “sehende”, wenn Ihnen selbst auch verborgen bleibende Ausspähung durch das BKA, wenn Sie dann ein Auge auf Sie würfe.
@ #21. Ingo Schäfer
Lieber Herr Schäfer,
natürlich stimmt es was Sie in #21 sagen, und all dies ist mir auch grundsätzlich so bekannt.
Es ist auch, wie ich Robert B. gegenüber ausführte der Regierung so bekannt.
Für mich ist daher der Skandal, dass unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung eine Infrstruktur tasächlich aufgebaut werden soll, die der Intention und Schrecklichkeit nach dem die Gesamtgesellschaft beherrschendem Big Brother Orwells in nichts nachsteht. Die Geister die da gerufen werden, die werden freiwillig nicht wieder weg gehen. Technik und Kapital zusammengehend kennt vor dem Zusammenbruch letztlich keine Grenzen und Hemmungen.
@karla_m:
ad 1) Ich glaube nicht, dass die Sicherheitsfanatiker bzw. -politiker den Boden unserer Verfassung verlassen werden, da sie im Zweifelsfall versuchen werden die Verfassung zu verändern. Und Datenschutz ist Täterschutz, oder?
ad 2) Es macht auf mich aber auch den Eindruck, dass diese Herren (es sind tatsächlich keine Damen dabei) viel von Dingen reden, von denen sie offensichtlich keine Ahnung haben.
ad 3) Der politische Druck auf das BKA dürfte zu groß werden, wenn die „Remote Forensic Software“ massenweise missbraucht wird und Kollateralschäden anrichtet.
ad 4) Ich halte diese Software für technisch unausgegoren und an den gesetzten Zielen vorbei schießend. Außerdem ist sie verfassungsfeindlich und schadet der Demokratie. Letztlich stellt sich doch die Frage, wofür wir noch Terroristen brauchen, wenn wir uns schon selbst Angst einjagen und unsere Freiheit beschneiden?
ad 5) Siehe „Den Tod als Lebenssinn“, Kommentar #58
@karla_m: Ich glaube, dass Bin Ladens Videobotschaft auch auf das abzielt, was sie in ihrem Beitrag #23 schreiben bzw. folgern und was sich auch in meinem Kommentar unter 4 findet. Von daher besteht kein Grund, nicht beunruhigt zu sein.