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    Doping-Freigabe

    Von Oliver Bechmann am 3. Juli 2006 | Abgelegt unter: Sport

    Die Tour de France wird dieses Jahr richtig spannend. Die Spitzenfahrer und Favoriten sind aus dem Verkehr gezogen, die schnellen und drastischen Reaktionen der Rennställe werden allenthalben gelobt – als Chance für den Radsport. Die FR z.B. kommentiert durchaus skeptisch in Ein Anfang und Heilsamer Schock, spricht sich aber für einen nicht nachlassenden Kampf gegen das Doping aus.

    Die WELT plädiert hingegen im Artikel Radfahren ist der Sport des Übermenschen mit den Worten der Schriftstellerin Thea Dorn letztlich für die Freigabe des Dopings. Zitat:

    Der Sensationswert der Meldungen vom “Radsport-Dopingsumpf” ähnelt dem der Schlagzeile “Maria doch nicht Jungfrau gewesen!” Der schlichte Menschenverstand sagt einem, wie höchst unwahrscheinlich es ist, daß Sportler, die ihren Körpern zumuten, was den einigermaßen normal trainierten Menschen ins Jenseits bringen würde, lediglich ihr Kilo Pasta und ein kleines Steak frühstücken.

    Kern-Argumentation: Alle dopen, auch und gerade die Fahrer hinter den Spitzenkräften. Und daher würde eine Freigabe bedeuten, dass es weniger Durcheinander, weniger Ungerechtigkeiten und wesentlich mehr Berechenbarkeit gäbe.

    Tatsächlich ist kein Spitzensport gesund. Tatsächlich entscheidet jeder (erwachsene) Athlet selbst, was er seinem Körper zumutet – und wie er damit in Zukunft klarkommen wird. Tatsächlich wird in vielen Bereichen des Wirtschafts- und Gesellschaftslebens der persönlichen Performance durch Drogeneinnahme auf die Sprünge geholfen. Tatsächlich lautet eines der Hauptargumente zur Freigabe “weicher Drogen” im Alltagsleben, dass dadurch der kriminelle Sumpf ausgetrocknet werde.

    Also, warum nicht Doping-Freigabe?

    Als Triathlon-Begeisterter, der diese Überlegungen sozusagen nicht bloß vom Schreibtisch-Stuhl, sondern auch aus dem Rennradsattel heraus hegt, fällt mir eigentlich nur ein Grund ein:

    Dass Spitzensportler-Karrieren heutzutage ihren Anfang im Kinder- und Jugendalter nehmen. Mithin in einer Lebensphase gründen, in der man nicht die volle Entscheidungsfreiheit über sein Handeln hat (und haben sollte). Kann man das aber einem 18jährigen zutrauen? Und wieviele Erwachsene wissen was sie tun, was sie zu verantworten haben – sich und anderen gegenüber?

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    21 Kommentare

    1. # Zorro am 3. Juli 2006 um 17:00:

      Regeln müssen sein!
      Das ist halt so im Leben.
      Und weil Unser Jan dagegen verstoßen hat,
      verstoßen wir ihn aus dem Olymp.
      Jetzt ist er nicht mehr unser Jan.

      Nur weil man betrüger schwer überführen kann,
      kann man doch den betrug nicht legalisieren!

    2. # Ralf G. am 3. Juli 2006 um 17:13:

      So ein Unfug, nun ja, “Die Welt halt”, bin ich versucht zu sagen.

      Wenn keiner Doping nimmt, sinkt das Niveau halt ab, aber trotzdem sind 300 km Radfahren für trainierte Menschen keine “Übermenschen-Aufgabe”. Ich möchte mal “Die Welt” lesen, wenn nach einer Doping-Freigabe in der Freak-Show (die der Radsport dann wäre) die “Sportler” reihenweise tot vom Rad kippen. Manchen Schreiberlingen würde es wirklich gut tun, vor dem Nutzen der Tastatur das Hirn einzuschalten…

    3. # Zorro am 3. Juli 2006 um 17:18:

      Provokation ist doch okay. Sonst wär´s doch langweilig. Deshalb sei Bechmann Dank. Und jetzt gebt ihm Saures!

    4. # kaleka am 3. Juli 2006 um 17:56:

      Das Doping legalisieren ? Klar, wieso nicht ! Es scheint ja nichts moralisch verwerfliches dabei zu sein wenn sich die Topfavoriten einen Vorteil denen gegenüber verschaffen die tatsächlich nur Pasta essen und deswegen halt 3 Stunden länger ins Ziel brauchen als die gedopten.

      Dieser Argumentation folgend, sind die nicht gedopten Sportler also debile Kämpfer gegen Windmühlen, die die Zeichen der Zeit verkannt haben ?

      Ich habe Mitleid mit den Sportlern die wegen Dopings von Wettkämpfen ausgeschlossen werden, nur weil ihr Hustensaft die Substanz xy enthält.

      Aber “der Welt” dürfte es doch nicht entgangen sein, dass wir hier von gezielter Wettbewerbsverzerrung im fast schon industriellen Ausmaß sprechen !

      Warum regen wir uns überhaupt über den Bestechungsskandal in Italien auf ? Über einen Robert Hoyzer, über Wahlbetrug in Weißrussland, über Korruption und Vetternwirtschaft vor unserer Haustür ?

      Das sind doch scheinbar alles alltägliche Vorgänge an die wir, das gemeine Volk, uns einfach nicht gewöhnen wollen.

      Ich bin wirklich erschüttert darüber wie hier offen gefordert wird Betrug nicht nur zu billigen, sondern auch noch zu fördern.

      Offenbar heiligt der Zweck alle Mittel und jegliche Moral wird so zur lästigen Begleiterscheinung.

      Also entledigen wir uns dieses Gefühls einfach indem wir die unmoralischen Mittel legalisieren und schon erstrahlt die Welt wieder im neuen Glanz.

      Lächerlich !

    5. # Peacekeeper am 4. Juli 2006 um 07:26:

      War es nicht Manfred Ommer (einer der erfolgreichsten deutschen 100m- und 200m-Sprinter), der vor einigen Jahren für Aufregung sorgte, weil er für die Freigabe des Dopings plädierte?

    6. # Oliver Bechmann am 4. Juli 2006 um 10:47:

      In den Leserbriefen zum Sport an die FR-Redaktion finden sich zwei, die sich mit dem Thema beschäftigen: Hier zu finden…
      Zitat: “Profitsport kann ebenso wenig betrugs- und manipulationsfreie Zone sein wie die Wirtschaft, zu der er gehört. Solange es keine Ethik in der globalisierten Wirtschaft gibt, wird es auch den Betrug im Sport geben.”

      Noch mal als Frage: Im Bereich “weicher Drogen” gilt die Legalisierung als Möglichkeit, die mafiösen Strukturen aufzulösen, die durch die Kriminalisierung von Cannabis etc. erst entstehen. Im Bereich der “harten Drogen” gilt die kontrollierte Vergabe als Möglichkeit, sowohl etwas für die Gesundheit der Betroffenen zu tun als auch Licht ins Dunkel zu bringen.

      Dass jemand tot vom Rad kippt, passiert doch vielleicht eher durch die heimliche Einnahme… siehe Tom Simpson.

    7. # Stephan Hebel am 5. Juli 2006 um 12:37:

      Kleiner Bericht von den Fluren der FR-Redaktion: Die Doping-Sache hat auch hier zu heftigen Reaktionen geführt. Oliver Bechmann hat ja fairerweise selbst darauf hingewiesen, dass wir das Thema in der Zeitung ganz und gar eindeutig kommentieren: Doping gehört geächtet und bekämpft und Punkt, so sieht es auch die große Mehrheit der Redaktion.
      Ich bin auch nicht so blöde zu glauben, dass man damit alle Probleme aus der Welt schafft, zumal in einem komplett durchökonomisierten Spitzensport mit dem entsprechenden Leistuns- und Rekorddruck. Aber die Freigabe wäre eine Kapitulation vor diesen Strukturen, ein Armutszeugnis für die Verbände und den Staat gegenüber teils mafiösem Charakter.
      Der Vergleich mit der Freigabe weicher und der kontrollierten Vergabe harter Drogen geht für meine Begriffe vollkommen daneben. Dabei geht es nicht darum, aus Menschen Sportmaschinen zur Profitmaximierung zu machen. Es geht einerseits (harte Drogen) um schwer, oft unheilbar Suchtkranke, denen nicht anders geholfen werden kann. Andererseits (weiche Drogen) darum, den Menschen bis zu einer gewissen Gefährdungsgrenze (siehe Alkohol) Entscheidungsfreiheit zu geben, solange sie nicht anderen schaden. Wie gesagt: Mit dem organisierten Erschleichen von Erfolg in einer längst nicht mehr nur sportlichen Konkurrenz hat das nichts zu tun.

    8. # flatter am 6. Juli 2006 um 01:46:

      Doping, das gibt es nicht! Wenn es vorkommt, wird es sogleich vernichtet, und zwar da, wo es vorkommt, nämlich beim Sportler. Im Radsport ist man inzwischen so weit, daß der Verdacht ausreicht, um diejnigen zu bestrafen, von denen Leistungen verlangt werden, die ohne Doping offenbar nicht mehr zu erbringen sind. Das ist konsequent, denn es geht um den Schutz der Sponsoren und Funktionäre. Dafür werden Errungenschaften der Rechtsstaatlichkeit mit Füßen gertreten, womit im Gegenzug die Bestrafung gedopter Sportler als grundsätzlich ungerecht erscheint. Für sie gilt keine Unschuldsvermutung, kein Datenschutz, und es finden nicht einmal mehr nachvollziehbare Verfahren statt. Der Effekt ist der, daß die nicht Erwischten “Business as usual” spielen und irgendwann niemand mehr hinschaut, i.e. zuschaut. Geht es noch blöder?

      http://feynsinn.blogg.de/eintrag.php?id=214h

    9. # cardaso am 6. Juli 2006 um 09:58:

      … was für eine Naivität. Kapitulieren war schon immer die einfachste Lösung.

      Und mal unabhängig von der menschenverachtenden Forderung nach Gesundheitlichen Schäden bei Sportlern. Doping freizugeben heißt plötzlich fairer Wettbewerb? Das ich nicht lache.

      Was soll denn freigegeben werden? Welcher Substanzen?
      Klinisch getestete Medikamente? Und nur die?

      Und was ist mit neuen Dopingmittteln, die in irgendwelchen Biotec-Unternehmen entwickelt werden und wenn überhaupt gerade mal an Pferden ausprobiert wurden? Die nicht?

      Und was, wenn einer die dann trotzdem einnimmt? Ist das Doping?

    10. # bikebella am 10. Juli 2006 um 10:54:

      Selbst wenn man mal Ethik, Moral, Gesundheit etc. beiseite lässt, wird eine Freigabe trotzdem nichts zu einer Wettbewerbsentzerrung beitragen, weil

      a) nicht jeder die Mittel hat, sich all diese Mittelchen zu leisten,
      b) jeder ein anderes Risiko eingeht,
      c) jedes Mittel bei jedem anders wirkt.

      Und mal ganz abgesehen davon, kann es einfach nicht sein, dass ein (Rad)Sportler schlicht und ergreifend vor die Entscheidung gestellt wird, entweder du machst mit oder du hörst am besten gleich auf. Vielleicht gibt es ja doch den einen oder anderen, der diesen Sport gerne betreiben würde, ohne sich seine Gesundheit zu ruinieren. Hoffe ich zumindest.

      Erschreckend finde ich darüber hinaus, wie sich so eine Doping-Kultur über die Jahrzehnte überhaupt bilden konnte. Funktioniert doch nur, wenn ALLE mitmachen. Und was hat sich nach Festina geändert? Mal abgesehen davon, dass man ein bisschen vorsichtiger geworden ist und sich mehr auf nicht nachweisbare Methoden konzentriert, NIX! Schade eigentlich….

    11. # Silvio am 12. Juli 2006 um 10:21:

      Was macht der Redaktor Oliver Bachmann und alle anderen die Doping freigeben wollen, wenn deren 16-jähriger Sohn und Radrennfahrer abends am Esstisch als Dessert noch eine Ampulle Epo und eine Dosis Wachtstumshorme nachschiebt. Unterstützen Sie diesen? Oder erhöhen Sie im das Taschengeld, damit er diese Mittel beschaffen kann um mit seinem mittlerweilen hochgezüchteten Mitkonkurrenten mithalten kann ?

      Vergessen sind wohl die in den 90er Jahren gestorbenen jungen Radfahrer und OL-Läufer in den Beneluxländern. Aber in diese Richtung wird es gehen, wenn Doping freigegeben wird. Nur wirklich Spitzenfahrer können dies unter regelmässiger aerztlicher Aufsicht einnehmen. Die vielen Nachwuchs- und Hobbyfahrer werden dies aber wohl mal testen und dann die Dosen nach und nach erhöhen.

      Eine Dopingfreigabe kann keine Lösung sein, auch wenn Doping nicht verhindert werden kann. Für die Jugend welche die Sportstars als Vorbilder hat sind allerdings solche Ueberlegungen höchst bedenklich. Ein Dopingsünder müsste lebenslang gesperrt werden ! Die Team müssten 10% des Budgets an die Dopingbekämpfung abgeben ! Der Staat müsste entsprechende Behörden schaffen !

      Und wohl immer noch würde es eine Menge gedopte Sportler geben, weil es um viel Geld geht. Die Pharmaindustrie verdient Millionen daran und ist nicht im geringsten daran interessiert, den Dopingmitteln (EPO, HGH etc.) irgendein Zusatzmittel beizufügen, welche den Dopingbetrug klar nachweisen würden.

      Aber der Sport ist ein Abbild des wirklichen Lebens. Auch hier gibt es Betrüger und Gauner, Gewinner und Verlierer. Trotzdem mag ich den Sport, sogar den Radsport. Aber obwohl ich früher jahrelang Radrennen gefahrne bin (Kat. A), hätte keine Freude, wenn meine Kinder Radprofis werden würden…..

    12. # Oliver Bechmann am 12. Juli 2006 um 12:04:

      Nun, Silvio, wer schreibt, sollte vorher lesen, und zwar richtig:

      In meinem Ausgangsbeitrag steht (als Argument gegen das Doping):

      “Als Triathlon-Begeisterter, der diese Überlegungen sozusagen nicht bloß vom Schreibtisch-Stuhl, sondern auch aus dem Rennradsattel heraus hegt, fällt mir eigentlich nur ein Grund ein:
      Dass Spitzensportler-Karrieren heutzutage ihren Anfang im Kinder- und Jugendalter nehmen. Mithin in einer Lebensphase gründen, in der man nicht die volle Entscheidungsfreiheit über sein Handeln hat (und haben sollte).”

      Abgesehen zitieren Sie auch meinen Namen falsch ;-)

    13. # Rolf am 14. Juli 2006 um 22:29:

      Lass sie doch alle dopen. Was soll’s. Die Athleten sollten offen zum Doping stehen, sollten offen dopen können und der Zuschauer soll dies auch wissen. Sport ist eben nicht mehr Sport um des Sportes und der Leibesertüchtigung willen sondern ein Spektakel, das recht großzügig vergütet wird. Das soll man wissen, darauf sollte man sich einstellen.

    14. # Ramona am 14. Juli 2006 um 22:37:

      Mein Mann wollt mir die letzten 2 Jahre zeigen das Jan die Tour gewinnt gegen Lance und war immer der Meinung Lance sei gedopt!Jetzt stellt sich doch raus das unser Jan gedopt ist!Da musste ich meinem Mann sagen das Jans einziger Toursieg ohne Gegner Lance stattfand und das ansonsten Jan das Zeug auch gedopt nie hatte Armstrong zu schlagen und falls Lance tatsächlich gedopt war ,hat der sich jedenfalls NIE erwischen lassen;dem konnte man ja bis heut nichts nachweisen!!!!!!!Warum kann man da nicht alle Fahrer testen???

    15. # Rudolf Homann am 20. Juli 2006 um 09:04:

      Lieber Oliver Bechmann, Mark Twain hat einmal gesagt: “Kaum verloren wir das Ziel aus den Augen, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.” So könnte auch die Überschrift zu der Debatte um die Dopingfreigabe lauten. So richtig Ihr Argument ist, dass Kinder und Jugendliche nicht die volle Entscheidungsfreiheit haben und deshalb geschützt werden müssen, so falsch ist es anzunehmen, erwachsene Sportler hätten eine solche. Welcher Sportler könnte sich denn noch dem Wettbewerbsdruck entziehen, wenn eine Freigabe erfolgen würde. Jeder würde in einem solchen System gezwungenermaßen zu Doping greifen und so seine Gesundheit auf`s Spiel setzen. Anderenfalls wäre er völlig chanchenlos. Der Täter würde zum Opfer. Im übrigen würde gerade der Radsport seiner enormen Faszination beraubt, wenn nur noch Zombies im Sattel sitzen. Eine Hoffnug bleibt also: Die komplette Übertragung der Marktgesetze auf den Sport funktioniert eben doch nicht, aller Schumis dieser Welt zum Trotz.

    16. # Meteor am 20. Juli 2006 um 12:37:

      @all
      Dieses Thema ist so abgekaut wie ein alter Hundeknochen. Überall da, wo Kommerz und Sport aufeinandertreffen, werden neue “Antriebe” für die Sportler freigesetzt. Es geht eben nicht mehr allein darum, sein Können zu zeigen, der Beste sein zu wollen, es geht auch ganz profan ums Geldverdienen oder Werbeverträge oder Marktwert oder Bekanntheitsgrad…oder …oder
      Zu welchen Mitteln die Menschen beim Geldverdienen greifen sehen wir doch Tag für Tag – wen wunderts noch ?
      Vielleicht nutzt es etwas, das Doping freizugeben. Dann würden nur noch die Sportler selbst die Verantwortung tragen und Zuschauer wäre nur noch die Pharmaindustrie.
      An einen moralischen Appell, wie z.B. den Sport vom Kommerz zu befreien ist ohnehin nicht mehr zu denken. Zuviele verdienen bereits daran.
      Schlage vor dieses Thema “einzustampfen”.

    17. # Oliver Bechmann am 20. Juli 2006 um 14:52:

      Lieber Herr Hohmann, wenn Sie schreiben…

      “So richtig Ihr Argument ist, dass Kinder und Jugendliche nicht die volle Entscheidungsfreiheit haben und deshalb geschützt werden müssen, so falsch ist es anzunehmen, erwachsene Sportler hätten eine solche!”…

      …dann haben Sie gewiss meinen letzten Absatz nicht ganz zu Ende gelesen, denn der lautete:

      “Dass Spitzensportler-Karrieren heutzutage ihren Anfang im Kinder- und Jugendalter nehmen. Mithin in einer Lebensphase gründen, in der man nicht die volle Entscheidungsfreiheit über sein Handeln hat (und haben sollte). Kann man das aber einem 18jährigen zutrauen? Und wieviele Erwachsene wissen was sie tun, was sie zu verantworten haben – sich und anderen gegenüber?”

      Oder?

    18. # {clausmoser|com} » Gone but not forever am 20. Juli 2006 um 15:25:

      [...] (Nachtrag: So in etwa zum Thema dieser Eintrag hier im Blog der Frankfurter Rundschau, und da vor allem auch die Zitate hier und hier: Profitsport kann ebenso wenig betrugs- und manipulationsfreie Zone sein wie die Wirtschaft, zu der er geh

    19. # Rudolf Homann am 20. Juli 2006 um 20:44:

      Lieber Herr Bechmann, entgegen Ihrer Annahme habe ich Ihren Text sehr wohl zu Ende gelesen.

      Wenn Sie völlig zu recht argumentieren…”Kann man das (die volle Entscheidungsfreiheit) aber einem 18 jährigen zutrauen? Wieviele Erwachsene wissen was sie tun, was sie zu verantworten haben – sich und anderen gegenüber?”

      und daraus den Schluss ziehen, sie hätten damit meine Argumentation entkräftet, dann haben Sie gewiss meinen folgenden Absatz nicht gelesen:

      “Welcher Sportler könnte sich denn noch dem Wettbewebsdruck entziehen, wenn eine Freigabe erfolgen würde. Jeder würde in einem solchen System gezwungenermaßen zu Doping greifen…”

      In Ihrer Argumentation hat der Sportler seine subjektive Entscheidungsfreiheit, kann Sie jedoch aus nicht näher genannten Gründen nicht wahrnehmen. In meiner Argumentation hat er die Entscheidungsfreiheit jedoch von vorneherein nicht, da sie ihm bereits abgenommen wurde. Er wurde zum Objekt degradiert.

      Oder?

      P.S. Wer sich darüber beschwert, dass sein Name falsch zitiert wird, sollte darauf achten, dass er nicht den gleichen Fehler macht.

    20. # Oliver Bechmann am 20. Juli 2006 um 20:58:

      Also jetzt, Herr Homann, habe ich Sie so richtig verstanden. Haben Sie besten Dank für Ihre aufschlussreichen Ausführungen!

    21. # Zeitrafferin » Blog Archive » Doping legalisieren? am 24. Mai 2007 um 12:10:

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