Archiv für die Kategorie 'Stadtgespräch'

Grüner Spagat

Mittwoch, 29. März 2006, um 18:52 Uhr

Schwarz-Grün im Römer im zweiten Anlauf? Die Grünen sind wild entschlossen, es erneut zu versuchen. Ein erster Anlauf für Schwarz-Grün war 2001 nach nicht einmal 24 Stunden gescheitert.

Sind die Grünen jetzt endgültig im Establishment angekommen? Bisher hat es bei den Grünen jedenfalls kaum Protest gegeben gegen die geplante Zusammenarbeit mit der CDU. Selbst prominente Parteimitglieder wie Daniel Cohn-Bendit, Fraktionschef im Europaparlament, unterstützen das „schwarz-grüne Projekt“. Der Bundessprecher Reinhard Bütikofer hat von Berlin aus der Frankfurter Basis freie Hand gegeben.

Das Feindbild Roland Koch wollen die Frankfurter Grünen damit aber keinesfalls aufgeben. Sie betonen, dass sie nicht von früheren kritischen Positionen abrücken – etwa gegen die Landespolitik von CDU-Ministerpräsident Koch.

Ob dieser Spagat klappt? Ist Schwarz-Grün die Zukunft für Frankfurt?

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von FR

Rolltreppe Frankfurter Art

Dienstag, 7. März 2006, um 09:58 Uhr

Was hat die Deutsche Bahn sich dabei gedacht? An zwei S-Bahnhöfen in Frankfurt sind Kinderwagen auf den neuen Rolltreppen verboten. Am Bahnhof Ostendstraße, wo es keinen Aufzug gibt, dürfen Mütter die Kinderwagen nun die gut hundert Stufen hinaufzerren bzw. hinablassen, während nebendran die Rolltreppe rattert. Wollte die Bahn, die ja immer mal wieder für einen netten PR-Gag gut ist, durch die Hintertür ein Programm zur körperlichen Ertüchtigung der schlaffen deutschen Mütter starten und so zur Volksgesundheit beitragen? weiterlesen »

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Großmeister des Blabla

Freitag, 3. März 2006, um 15:42 Uhr

Flachsinnige Parolen ist man vom Wahlkampf ja gewohnt. Echte Klassiker wie „Keine Experimente“, „Mehr Demokratie wagen“ oder „Alle Wege des Sozialismus führen nach Moskau“ gibt es schon lange nicht mehr. Aber dieser Kommunalwahlkampf untermauert wie noch nie die These, dass keine Parole zu blöd sein kann, als dass sie nicht von einer Partei plakatiert würde.

„Wer wenn nicht wir!“ fragt die FDP in völliger Ignoranz der Tatsache, dass selbst hinter eine rhetorische Frage ein Fragezeichen gehört. Obstbauern suhlen sich freudestrahlend in Äpfeln und wählen CDU, damit sie fortan nachts sorglos durch die hochkleinkriminell verseuchten Grünanlagen hopsen können. Die Linkspartei kürzt dem bitterbösen Deutsche-Bank-Ackermann eigenhändig das üppige Gehalt und verteilt es unter den Armen. Wer sein Kreuzchen bei den Grünen macht, der zahlt demnächst nur noch die halbe Miete. Und so weiter und so fort.

Als unbestrittene Großmeister des geistlosen Blabla aber erweisen sich diesmal die Genossen von der SPD. „Petra Roth treibt den Gaspreis hoch“ informieren sie den Wähler und verschweigen galanterweise die Mitschuld der OB an Vogelgrippe, Feinstaub und der Heidi-Klum-Show. Noch schöner: „Die anderen kürzen alles kaputt. Wir sichern die soziale Stadt.“ Das wäre nur noch zu toppen durch „Die anderen kürzen alles kaputt. Menno!“

Durchleiden wir derzeit den plakativ dämlichsten Wahlkampf der Frankfurter Stadtgeschichte?

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Endlich - ein Theaterskandal!

Dienstag, 21. Februar 2006, um 16:02 Uhr

Endlich mal wieder ein Theaterskandal. Und dann auch noch in Frankfurt. In der Stadt, die so gerne Weltstadt wäre. Jetzt schaut die Welt auf die Stadt. Wenigstens die überschaubare deutsche Theaterwelt.

Und was sieht sie da?

Einen Theaterkritiker, der sämtlichen Humor verloren hat und sich wegen seines entrissenen (und wieder zurückgegebenen) Notizblocks ernsthaft sorgen um die Pressefreiheit macht.

Eine Theaterintendantin, die unverzüglich ihren entgleisten Schauspieler entlässt.

Ein grottenschlechtes Theaterstück, das sogar den Schauspielern selbst peinlich ist, wie Premierengäste vermuteten.

Worin also liegt der eigentliche Skandal? weiterlesen »

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