Archiv für die Kategorie 'Netizenship'

Microsoft, Linux, Sicherheitslücken und die Medien

Freitag, 5. Mai 2006, um 12:54 Uhr

Einmal im Monat ist Patchday bei Microsoft. Dann liefert der Softwarekonzern seine Ausbesserungssoftware aus, die Fehler in den Windows-Betriebssystemen und in der Surf-Software Internet-Explorer ausbügelt. Für jene, die diese Programme verwenden, müsste klar sein: Das Angebot aus Redmond sollten sie nicht ausschlagen. Denn die Löcher, die Monat für Monat bekannt und dann geschlossen werden müssen, sind oft so groß, dass der heimische Windows-PC möglicherweise von Dritten für illegale Zwecke missbraucht werden kann. Weniger klar ist, ob der Hinweis auf die Updates und die Notwendigkeit, sie zu installieren, auch jeden Monat in der Zeitung stehen muss. weiterlesen »

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von FR

Journalismus und Bloggen

Freitag, 31. März 2006, um 17:40 Uhr

Eine Bloggerin beschreibt, wie eine Bekannte nach Ablauf der Probezeit von ihrem Arbeitgeber entlassen wurde. Sie schrieb sich den Frust vom Leibe, dies offenbar detailreich. Als ihr nach Monaten der Justiziar des Arbeitgebers auf die Pelle rückte, nahm sie den mehr oder weniger vergessenen Eintrag aus ihrem Blog - erzählte aber in einem neuen von dieser Entwicklung.

Da es sich bei dem Arbeitgeber um “Transparency International” handelt, einer Organisation, die sich dem Kampf der Korruption verschrieben hat, fraß sich der Fall wie ein Lauffeuer durch die Blogosphäre (Mehr dazu u.a. hier…).

Nun, für eine Organisation wie “Transparency International” ist die Geschichte natürlich ein Image-Desaster, prangert man doch gerne selber an. Und auf einmal ist man der böse Bube. So weit so gut so schlecht.

Aber, um einen Aspekt herauszugreifen und um die Geschichte mal gegen den Strich zu bürsten: Vielleicht wird an ihr auch verständlich, warum seriöser Journalismus und Bloggen sich manchmal beißen. weiterlesen »

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von Oliver Bechmann

Handy-TV

Donnerstag, 9. März 2006, um 13:07 Uhr

Kürzlich beobachtete ich in einem Frankfurter Lokal zwei Jungs an einem Tisch. Beide so Anfang zwanzig und overstylt, wie es in Frankfurt üblich ist. Beide sichtlich auf Außenwirkung bedacht. Auch das ist normal in Frankfurt; die Leute wollen beachtet werden, auch wenn sie selbst niemanden beachten. Was nicht so ganz normal ist: Ich sehe die beiden immer wieder lachen. Aber warum? Eigentlich will ich nur in Ruhe ein wenig Zeitung lesen, weil es immer so schön still hier ist, aber Frankfurt und lachende Menschen - seit wann gibt’s denn das? Komisch, die beiden lachen anscheinend nicht über- oder miteinander, sondern über die Handys in ihren Händen. weiterlesen »

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Social Software

Donnerstag, 16. Februar 2006, um 13:38 Uhr

Ich kann mich noch gut entsinnen, dass wir früher - “wir” grob und gewiss pauschalisierend zusammengefasst unter dem Rubrum “Alternativbewegung” - dem Kosten senkenden Austausch von Wissen und Kenntnissen, Mitteln und Möglichkeiten huldigten. Wer ein Auto reparieren konnte, bekam dies durch eine Renovierungsleistung vergolten, wer eine Bohrmaschine auslieh, bekam dafür vielleicht einen Anhänger zur Verfügung gestellt. Wer kein spezielles Wissen hatte, konnte wenigstens seine einfache Arbeitskraft (etwa in Form von Möbelschleppen) anbieten… für mich als Kopfarbeiter die einzige Möglichkeit sozusagen…

Im digitalen Zeitalter gibt es Social Software: Elektronisch gestützte Formen des Austausches von Wissen, Kenntnissen und geistigen Produkten, in gewisser Hinsicht getragen vom (alten) Geist des Internets mit seinem Anspruch an den free flow of information, einer erhofften Hierarchiefreiheit und demokratischer Wissensverteilung und -aneignung. weiterlesen »

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von Oliver Bechmann

Aktionen gegen Internet-Firmen?

Montag, 13. Februar 2006, um 16:56 Uhr

“Reporter ohne Grenzen” ist eine ebenso seriöse wie kompetente Organisation. Und diese Organisation zog vor wenigen Tagen die Bilanz: “Wir wissen nun, dass Yahoo regelmäßig und effizient mit der chinesischen Polizei zusammenarbeitet.”
Der Korrespondent der “Frankfurter Rundschau” in Peking, Harald Maass, kommentierte diese und andere Informationen unter der Überschrift “Handlanger” wie folgt: “Google zensiert in China seine Suchmaschine. Microsoft sperrt kritische Chinesen aus virtuellen Diskussionsforen aus. Yahoo hilft Pekings Sicherheitspolizei bei der strafrechtlichen Sanktionierung von Bürgerrechtlern. Wenn es um die Eroberung des chinesischen Marktes geht, kennen westliche Internetfirmen kaum Skrupel. ”
Das ist ja das letzte: Firmen, die sich modern schimpfen und für weltoffen halten, arbeiten mit den letzten Bürokraten-Kommunisten zusammen, um die Meinungsfreiheit zu unterdrücken.
Wo bleibt der Aufschrei der Internet-Gemeinde? Ich höre noch nichts. weiterlesen »

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Die bessere Technik

Samstag, 14. Januar 2006, um 12:00 Uhr

Sie steht bei uns in der Kamera-Vitrine ganz oben. Sozusagen bei den jüngsten. Darunter kann man eine Mittelformat-Bronica bewundern, eine Asahi Pentax, eine Pentacon, eine Exakta… Und oben steht dann sie, mein ganzer Stolz: eine Nikon F3.

Die klassische Reporterkamera. Ausgezeichnet durch x-preisgekönte Bilder. Benutzt von x-berühmten Presse-Fotografen. Unverwüstlich, erprobt in Krisen, Konflikten und Kriegen. So mancher Kriegsreporter-Film aus den 80ern…

(da gab es zu dieser Zeit viele: “A Year Living Dangerously” (mit einem sehr jungen Mel Gibson und einer sehr jungen Sigourney Weaver), “El Salvador” (James Woods), “Under Fire” (Nick Nolte, Gene Hackman), und andere…Indonesien, El Salvador, Nicaragua. Wie man sieht: Ein Abbild der politischen Themen dieser Zeit, verbunden mit großen Filmen, großen Schauspielern)

…hatte Fotografen als Nebenfiguren, die sich der F3 bedienten. Und meine jugendlichen Phantasien und meine journalistischen Ambitionen wurden von diesen Filmen und der F3 beflügelt. weiterlesen »

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von Oliver Bechmann

Blog it!

Mittwoch, 14. Dezember 2005, um 17:32 Uhr

Nach dem Motto “Steter Tropfen höhlt den Stein” versuche ich fast unermüdlich, Kollegen fürs Bloggen zu gewinnen. Da höre ich dann meistens den Satz: “Blogs - das ist doch das, wo immer die gleichen schreiben.” Damit sind nicht die Blogautoren gemeint - ist ja klar, dass es sich dabei immer um die gleichen handelt -, sondern die kommentierenden Leserinnen und Leser, die ihre Duftnoten hinterlassen. Oft in Gestalt sehr eigenwilliger, provozierender Beiträge, mitunter in einer Art Selbstgespräch, manchmal auch im Diskurs mit anderen Nutzern oder gar mit den Autoren. Doch wozu das Ganze? Die Reichweite von Blogs ist gering. weiterlesen »

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Wer regiert das Internet?

Donnerstag, 17. November 2005, um 10:33 Uhr

Wer regiert das Internet? Beim UN-Weltgipfel der Informationsgesellschaft haben die Nationen beschlossen, dass alles beim Alten bleibt: Kommt es hart auf hart, bestimmt das US-Handelsministerium, was Sache ist. Ihm ist die Internet-Verwaltung Icann unterstellt. Daran ändert der Kompromiss aus Tunis nichts: Das geplante Forum wird Grundsatzfragen besprechen und Ratschläge geben. Daran halten muss sich die Icann nicht. weiterlesen »

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Monopol

Dienstag, 15. November 2005, um 14:08 Uhr

Drei Milliarden Euro will die Deutsche Telekom in den Ausbau des Glasfasernetzes investieren. In fünfzig deutschen Großstädten sollen bis 2007 die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um Datenübertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde zu ermöglichen. Das genügt für hochauflösendes digitales Fernsehen, Internet und Telefonie in einem - ein lukrativer Markt also. Dafür verlangt die Telekom Investitionsschutz - Freiheit von regulatorischen Eingriffen. Andernfalls unterbleibe der Ausbau, drohte Telekom-Chef Hans-Uwe Ricke. Durchsichtiger geht es nicht: Die Telekom versucht, erneut Monopolist zu werden! weiterlesen »

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